Geschichte der Sophien 11

Das denkmalgeschützte Bürgerhaus in der Sophienstraße 11 stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, um 1750.

Die Sophienstraße

Die Straße galt in der Spandauer Vorstadt ursprünglich als traditionelle Handwerkergasse, unter anderem für Korbflechter, Schirmmacher und Goldschmiede. Ihren Namen erhielt die Sophienstraße um 1837 nach der 1712 erbauten Sophienkirche – benannt nach Königin Sophie Luise, der dritten Frau von König Friedrich I.

„Kennst du, Wanderer, sie nicht, so lerne sie kennen“

Diese Worte stehen auf einer schlichten Grabtafel an der Sophienkirche und erinnern an die Dichterin Anna Louisa Karsch, „die Karschin“. Sie können die Aufforderung sein zu einem kleinen Spaziergang durch die heute denkmalgeschützte Straße.

Die Große Hamburger Straße

An die Sophienkirche grenzt der ehemalige jüdische Friedhof in der Großen Hamburger Straße. Neben der Ruhestätte befanden sich ein jüdisches Krankenhaus und ein Altenheim sowie eine jüdische Schule, in der bis heute unterrichtet wird. Eine Gedenkstätte erinnert an die Schrecken des Holocaust.

Das Haus heute

Das Haus hat seinen historischen Kleinstadt- und Barockcharme trotz der Wende und späterer Sanierungen im Kiez nicht verloren. Die Sophienstraße 11 ist heute das älteste erhaltene Haus der Straße aus der Zeit um 1750.

In den historischen Gemäuern befindet sich heute die Restauration Sophien 11, liebevoll eingerichtet im charmanten Stil der 1920er Jahre. Serviert werden traditionelle deutsche Hausmannskost und Berliner Klassiker – ergänzt durch einen begrünten, romantischen Innenhof-Garten, in dem man abseits vom Straßenlärm in Ruhe essen kann.

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